Gasoline-Magazine
Heft 6/2018



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AKTUELLE AUSGABE

Gasoline Magazine 6/2018 ist im Handel ab 15 November!  

 

Rod eines Handlungsreisenden  1936er Dodge Business Coupe

Der „Tod eines Handlungsreisenden“, aus der Feder von Arthur Miller, ist ein mehrfach verfilmter Klassiker der Literaturgeschichte. Hätte Außendienstler Willy gewusst, was für ein scharfes Gerät man aus dem stereotypen Untersatz seines Berufsstandes bauen kann, hätte er sein Lebensende vielleicht nicht so bald herbeigeführt.
Einst, als Kombis noch nicht zum regulären Fahrzeugprogramm der Autokonzerne gehörten, waren sie teure Unikate oder Kleinserien. Auch Sedans fielen für routinierte Dienstreisende aus, da sie, wenn auch unproblematisch zu beziehen und geräumig, so doch auch teurer waren. Nein, bis in die späten 50er hinein mussten die Herren Vertreter vorlieb mit preiswerten Zweitürern nehmen, denen zur Vergrößerung des Ladevolumens die Rückbank fehlte. Auf diese Weise ließ sich ein umfangreicheres Warensortiment zur Präsentation vor Ort befördern oder die eigene Nachtruhe sicherstellen, sollte mal kein Motel aufzufinden sein.

 

Götterhämmerung  1963er Apollo 3500 GT Coupe

Traumhochzeit des Automobilbaus: Robuster und überaus potenter V8-Kraftprotz aus den Staaten geht eine Liaison mit einer in Modellkleider gesteckten Europäerin ein. Die meist auf der Überholspur lebenden High-Society-Paare hießen: Iso, Bizzarrini, De Tomaso und Monteverdi. Auch Jensen, Gordon-Keeble und Facel standen im mobilen Social Register. Weiterhin vor dem Country Club anzutreffen war Familie International Motor Cars mit ihrem handgedengelten Spross: Apollo GT.
Wie wäre es doch schön, sinnierte eines Tages Milt Brown, wenn ich einen Sportwagen mit Buick-Technik und spezieller Karosserie bauen würde – dann könnte ich ihn über GM-Vertragshändler vertreiben und den Service in deren Werkstätten durchführen lassen! Was anderswo als bierselige Blödelei abgetan werden würde, hatte im so autoverrückten wie gleichwohl trendsetzenden Kalifornien allerdings Bestand.

 

 

Kalifornisches Licht  Werke von Nicola Wood

Nicola Wood ist eine gebürtige Engländerin, aber ihre Liebe zu Amerika entwickelte sich bereits in der Jugend, als sie im Kino solche Stars wie James Dean, Elvis Presley, Marlon Brando und Marilyn Monroe sah. Aber am meisten beeindruckten sie damals die großen amerikanischen Autos der späten 50er-Jahre, vor allem die mit in den Himmel emporschießenden Heckflossen, die sie jetzt auf ihren Gemälden, Bleistift- und Tintenzeichnungen verewigt. „Ich wollte meinen alten Traum realisieren und Malerin werden. Ich lernte zwei Jahre, mit Ölfarben zu arbeiten, und schuf langsam eine eigene Gemäldesammlung. Mein erstes automobiles Objekt fand ich in Los Angeles, wo ich einen 1959er Cadillac sah und mich in diese unglaublich schöne Karosserieform verliebte.“ 

 

 

 

Zu wertvoll, um den Asphalt zu berührenr  Chicara Art

Großserienmotorräder werden gebaut, um Menschen schnell und zuverlässig an ihr Fahrtziel zu bringen. Nicht mehr, nicht weniger. Aus dieser Masse stechen Custom-Motorräder hervor, die auch die Individualität des Besitzers betonen sollen. Unter den Erbauern von Custom-Bikes gibt es eine große Gruppe, die dem Slogan treu ist: „Die Form folgt der Funktion.“ Ihr Anspruch ist, dass ihre Zweiräder neben dem selbstverständlich interessanten Aussehen auch ein exzellentes Fahrverhalten bieten und eine höhere Leistung haben müssen als Großserienprodukte. Ebenso viele Vertreter hat die Gruppe, die außergewöhnliches Design in den Vordergrund stellt und für die das bequeme Fahren erst das Zweitwichtigste ist – nach dem Prinzip: „Wer schön sein will, muss leiden.“  

 

 

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Starter 
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1936er Dodge Business Coupe
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Ende gut, alles gut 1962er Oldsmobile Starfire Convertible
Götterhämmerung 1963er Apollo 3500 GT Coupe
Immer noch unterschätzt 1987er Pontiac Fiero GT
Eine seltene Erscheinung 1950er Packard Deluxe Eight Touring Sedan
Zweite Hand, erste Wahl 1968er Chevrolet C10 Custom Fleetside Longbed 
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Kalifornisches Licht
Werke von Nicola Wood
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General-Motors-Ozeanarium Chevrolet Corvette Mako Shark und Manta Ray
Zu wertvoll, um den Asphalt zu berühren Chicara Art
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